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17.05.2019: Neue Zielwerte beim Bluthochdruck

Vortragsveranstaltung zum Welt-Hypertonie-Tag am Freitag, 17. Mai, im Studio Dumont – Freier Eintritt

Von Bluthochdruck sind in Deutschland 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen, in absoluten Zahlen gesprochen also rund 25 Millionen Menschen. Hypertonie gilt als der häufigste und bedeutendste Faktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche. Die Blutdruckwerte steigen typischerweise mit zunehmendem Alter an, „dennoch beobachten wir in den letzten Jahren eine starke Zunahme des Bluthochdrucks insbesondere bei Kindern und Jugendlichen“, erklärt Prof. Dr. Hannes Reuter. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin und Kardiologie am Evangelischen Klinikum Weyertal weist darauf hin, dass zwar rund 80 Prozent aller Betroffenen um ihren erhöhten Blutdruck wissen, dass aber nur etwa die Hälfte aller Patienten während der Therapie gute Blutdruckwerte erreicht. Hier gelte es, so Prof. Reuter, das Bewusstsein dafür zu schärfen, die vorgegebenen Werte auch streng einzuhalten. Einen Beitrag hierzu möchte die Vortragsveranstaltung leisten, die anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages am Freitag, 17. Mai, von 18 bis 20.30 Uhr, im Studio Dumont (Breite Straße 72, 50667 Köln), stattfindet. Vier Experten des Universitären Hypertoniezentrums Köln beleuchten das Thema Bluthochdruck aus unterschiedlichen Perspektiven und stehen für Diskussionen mit den Besuchern bereit.

„Was gibt es Neues zum Bluthochdruck?“ hat Prof. Dr. Hannes Reuter seinen Vortrag überschrieben. Er wird darlegen, dass die Zielwerte, die im vorigen Jahr von den Europäischen Fachgesellschaften neu formuliert worden sind, deutlich strenger sind als bislang und was dies für die Behandlung des Bluthochdrucks bedeutet.

Dr. Thomas Schramm (Kardiologische Praxis Rodenkirchen) spricht über das Thema „Bluthochdruck – welchen Einfluss haben Sport und Lebensstil?“ Schließlich gelten fehlende Bewegung und ungesunde Ernährung als wichtige Faktoren bei der Entstehung des Bluthochdrucks.

„Welche Ursachen hat Bluthochdruck und wie kann ich sie erkennen?“ fragt Dr. Michael Faust vom Zentrum für Endokrinologie, Diabetes und Prävention der Uniklinik Köln. Der letzte Vortrag blickt über den Tellerrand hinaus, sowohl inhaltlich als auch geographisch. Prof. Dr. Hans-Michael Steffen von der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie der Uniklinik Köln engagiert sich für ein Hilfsprojekt in Afrika und spricht über „Arterielle Hypertonie und andere nicht-übertragbare Erkrankungen in Subsahara Afrika – eine neue Herausforderung am Beispiel der Lighthouse Clinic in Lilongwe, Malawi“.

Jeder Vortrag dauert rund 20 Minuten, danach sind zehn Minuten für eine Diskussion vorgesehen. Vor und nach den Vorträgen findet eine Messaktion zu Blutdruck und zur Gefäßalterbestimmung statt.

Für eine Erfrischung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

veröffentlicht am: 17.04.2019

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