Ihre Seiten für Gesundheit und Weiterbildung

Pressemitteilungen - Detailansicht

11.07.2019: Medizindialog in Bergisch Gladbach zum Thema „Schulterschmerzen – was tun?“

„In ausgewählten Fällen kann eine Operation der Schulter mehr Schaden zufügen, als dass sie dem Patienten hilft.“ Wie wichtig daher eine präzise Diagnose und die darauf aufbauende Therapie sind, wird Dr. Kai Pieritz in seinem nächsten Vortrag ausführlich darstellen.

Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach informiert Betroffene und Interessierte unter dem Titel „Schulterschmerzen – was hilft?“ am Donnerstag, 11.7.2019 von 19.30 bis 21.00 Uhr im EVK Forum (Ärztehaus I), 5. Stock.

Die Schulter ist eines der komplexesten Gelenke im menschlichen Körper mit einem außergewöhnlich hohen Mobilitätsgrad. Ohne funktionierende Schultergelenke wären unsere Arme und Hände nahezu nutzlos. Eine hohe Beweglichkeit geht allerdings zu Lasten der Stabilität – dieses feine Zusammenspiel von Beweglichkeit auf der einen und Stabilität auf der anderen Seite kann durch viele Einflüsse gestört werden und in der Folge zu Verletzungen und Funktionsstörungen führen. Berechtigt darf daher die Schulter als ein kompliziertes Hochleistungsgelenk bezeichnet werden.

Bestimmte Schulterbeschwerden, wie die so genannte multidirektionale Instabilität werden nach Darstellung von Dr. Pieritz erfolgreich mit einem ausgewogenen Mix aus Muskelaufbau und Dehnungsübungen behandelt. Eine OP würde in einem solchen Fall zu keiner Verbesserung führen, vielmehr dem Patienten schaden. Überhaupt kommt der Physiotherapie bei der Behandlung von Schulterschmerzen eine wichtige Aufgabe zu. Experten der Praxis Plümpe werden Fragen hierzu gezielt beantworten. Ohne Operation lassen sich Schulterbeschwerden zum Beispiel auch durch die Injektion bestimmter Wirkstoffe behandeln.

Dieses Gelenk hält noch weitere Überraschungen parat. „Die Schulter wird ständig weiter erforscht“, weiß Dr. Pieritz zu berichten. In gleichem Maß wie regelmäßig neue Erkenntnisse über den Aufbau, die Funktion und das komplizierte Zusammenspiel der Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder gewonnen werden, entwickeln sich auch die Behandlungsmethoden weiter. Bei der Schulter müssen Mediziner immer auf dem Laufenden bleiben, um Patienten mit den aktuellen Methoden und Therapien optimal versorgen zu können. Welche derzeit medizinisch und wissenschaftlich anerkannten Methoden am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach angewandt werden, wie die Diagnostik aussieht, welche typischen Schulterverletzungen es gibt und was Betroffene selbst tun können und auch tun sollten, wird Dr. Pieritz in seinem Vortrag darlegen.

Der Eintritt ist frei – eine Anmeldung nicht erforderlich. Der Abend findet im EVK-Forum im 5. Stock des Ärztehauses I am EVK Bergisch Gladbach (51465 Bergisch Gladbach), Ferrenbergstraße 24, statt. Weitere Informationen: Tel. 02202 / 122-7300 und hier auf unserer Webseite

 

veröffentlicht am: 01.06.2019

<- Zurück zu: Pressemitteilungen