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13.06.2019: Medizindialog zum Thema „Lungenfibrose – wenn die Lunge knistert und rasselt“

„Lungenfibrose - wenn die Lunge knistert und rasselt“ - so lautet der Titel eines neuen Vortrags im Rahmen der Reihe „Medizindialog“ im EVK-Forum des EVK Bergisch Gladbach (Anschrift: Ferrenbergstr. 24, 5r1465 Bergisch Gladbach). Referent am 13.6.2019 um 19.30 Uhr im EVK Forum (5. Stock) ist der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Pneumologie, Dr. med. Thomas Stevens. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie mit der Zusatzqualifikation Schlafmedizin. Einer seiner Schwerpunkte am EVK ist die Diagnose und Therapie von interstitiellen Lungenerkrankungen. Damit beschreibt der Spezialist Erkrankungen des Lungengerüsts, die oft unter dem Begriff Lungenfibrose zusammengefasst werden.

Lungengerüsterkrankungen bemerken Betroffene dadurch, dass sie im Alltag schneller als in jüngeren Jahren aus der Puste kommen und zum Beispiel beim Treppensteigen um Luft ringen. Der Mediziner spricht von Belastungsluftnot, häufig kommt ein trockener Husten hinzu. Der erste Weg führt die Patienten zum Hausarzt. Dieser könne meist ein „feines Knisterrasseln“ feststellen, so Dr. Stevens, der sich seit Jahren mit Diagnostik und Therapie der Lungenfibrose befasst. Als Auslöser für diese Erkrankung kommen viele Ursachen in Frage: Dies können Stäube sein oder Asbest, die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können Lungenfibrose auslösen oder es kann auch einen Zusammenhang mit rheumatischen Grunderkrankungen sowie allergischen Reaktionen geben.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, steht zunächst eine umfassende Diagnostik auf der Tagesordnung. Neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung und einem anamnestischen Gespräch erhebt der Mediziner auch Laborwerte, um etwa eine rheumatische Erkrankung aufzuspüren. Im Rahmen einer Bronchoskopie entnimmt der Arzt kleine Gewebeproben. Die Therapie der Lungenfibrose richtet sich logischerweise nach den gefundenen Ursachen: Ist Rheuma im Spiel, geht es darum, die Entzündungen einzudämmen. Haben die Lungenbeschwerden etwas mit Stäuben zu tun, so sollten die Betroffenen diese meiden und sich davor schützen, etwa in der Arbeitswelt. Und wenn die Lungenfibrose durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente verursacht wird, so sind die entsprechenden Medikamente entweder wegzulassen oder durch andere zu ersetzen, die die Lunge nicht schädigen.

Im Anschluss an den allgemeinverständlichen Vortrag ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Herzliche Einladung!

Der Eintritt ist frei - eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen: Tel. 02202 / 122-7300 und hier auf unserer Webseite

 

veröffentlicht am: 01.05.2019

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