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13.02.2020: Vortrag zum Thema Rückenschmerzen - wie können Therapeuten und Ärzte helfen?

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 13. Februar, von 19.30 bis 21.00 Uhr im EVK Forum (5. Stock) statt. Die Besucher erhalten einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Therapie.

Dr. med. Marc K. Schuler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie-, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie zeigt mit Helen Schörghofer aus der Physiotherapiepraxis Plümpe in Bergisch Gladbach die verschiedenen Möglichkeiten auf, ohne chirurgischen Eingriff, also auf konservativem Weg, die Beschwerden zu lindern und er stellt die wichtigsten Operationsverfahren vor.

Über 80 Prozent der Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen, aus Wirbelsäule oder Becken kommend und müssen aus diesem Grund ärztlich behandelt werden. In den meisten Fällen verschwinden diese Schmerzen nach einiger Zeit von alleine wieder. Bei etwa zehn Prozent der Patienten werden die Rückenschmerzen chronisch. Rückenschmerzen können unter anderem durch angeborene, erbliche, entzündliche und degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule verursacht werden. Häufige Arten von Schmerzen an der Wirbelsäule sind zum Beispiel die typischen Kreuzschmerzen im unteren Drittel des Rückens oder auch Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Die unterschiedlichen Formen der Wirbelsäulenschmerzen können die Lebensqualität und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Die Ursachen von Rückenschmerzen sind komplex und daher sind auch die Behandlungsmethoden vielfältig. Um dieser Volkskrankheit wirkungsvoll zu begegnen, ist es erforderlich, dass die Patienten von einem erfahrenen Wirbelsäulenteam behandelt werden.

Degenerative Erkrankungen wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall können erhebliche Schmerzen in der Wirbelsäule verursachen. Es bilden sich Knochenwucherungen, die den fortschreitenden Mangel an Elastizität und Stabilität jedoch nicht aufhalten können, sondern sogar verschlimmern. Durch diese Knochenwucherungen an den Wirbeln und Wirbelgelenken kann es zu einer schmerzhaften Arthrose an den Wirbelgelenken oder aber zu einer Einengung des Rückenmarkkanals (Spinalkanalstenose) kommen.

Die Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, die vermehrt im fortgeschrittenen Alter vorkommt. Durch einen zu starken Abbau der Knochenzellen bei einem zu geringen Knochenaufbau lässt die Stabilität rapide nach, wodurch die Wirbel und das Becken brüchiger werden und manchmal auch ohne Unfall brechen. Hierdurch können massive Schmerzen im Rücken auftreten.

Aufgrund der ganz unterschiedlichen Ursachen der Schmerzen in der Wirbelsäule und der verschiedenen Therapieansätze, die sich nach der Erkrankung richten, ist eine genaue Diagnosestellung von großer Bedeutung. Früher wurde Patienten mit Rücken- und Wirbelsäulenschmerzen meist Bettruhe verordnet. Die Behandlung von Schmerzen der Wirbelsäule und des Beckens hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Heute überwiegt die Auffassung, dass angeleitete und zielgerichtete Bewegung besser ist, als die Schmerzen in der Wirbelsäule auszuliegen und die Muskeln zu schonen. Experten für Wirbelsäulenschmerzen raten den betroffenen Patienten heute stattdessen zu krankengymnastischen beziehungsweise physiotherapeutischen Übungen, manchmal zu bestimmten schmerzlindernden Spritzen und gelegentlich zu operativen Eingriffen. Grundsätzlich gilt, dass Bewegung und Sport hilfreich und notwendig sind, um sich nach einem konsequenten und individuell angepassten Training wieder beschwerdefrei bewegen zu können. Die medikamentöse Behandlung, die Anwendung von Massagen und Heilbädern sowie Entspannungsübungen können je nach Ursache mit der Physiotherapie kombiniert werden, sodass ein schnellerer Heilungsprozess möglich ist.

Bei ungefähr 90 Prozent der von Wirbelsäulenschmerzen betroffenen Patienten helfen konservative Behandlungsmethoden und deren Kombination, um sowohl die Schmerzen in der Wirbelsäule, als auch die Grunderkrankung zu beheben. Vor allem bei akuten Schmerzen in der Wirbelsäule können die Patienten in der Regel von einer positiven Behandlungsprognose ausgehen.

„Nur bei bestimmten Erkrankungen mit einem bestimmten Schweregrad an körperlicher Beeinträchtigung und Schmerzen werden Operationen an der Wirbelsäule und am Becken in Betracht gezogen“, so Dr. med. Marc Schuler. „ Wir operieren heutzutage minimalinvasiv über winzige Hautschnitte und können damit Großes bewirken. Physiotherapie, Bewegung und Sport sind neben schmerzlindernden, entzündungshemmenden Medikamenten die wichtigsten Bausteine einer Therapie von Wirbelsäulen- und Beckenschmerzen.“

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 13. Februar, von 19.30 bis 21.00 Uhr im EVK Forum (5. Stock) statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: Tel. 02202 / 122-7300 und hier auf unserer Webseite

 

veröffentlicht am: 10.02.2020

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